Lernen in den Ferien – 3 clevere Ideen für Spaß und Wissen + Quiz

Ferienzeit ist Erholungszeit – klar! Aber sie ist auch eine echte Chance: Gerade in den Osterferien kannst du deinem Kind helfen, schulisch am Ball zu bleiben, ohne dass es sich wie Schulbankdrücken anfühlt. Spielerisches Lernen in den Ferien ist der Schlüssel: Es fördert Kompetenzen, stärkt Selbstvertrauen und schont gleichzeitig die Nerven von euch allen.

So klappt das Lernen in den Ferien ganz spielerisch

Warum Lernen in den Ferien eine echte Chance ist

Lernen in den Ferien hat einen oft unterschätzten Vorteil: Es kann losgelöst vom schulischen Leistungsdruck stattfinden. Ohne Hausaufgabenstress, Notendruck oder starre Stundenpläne hast du die Möglichkeit, dein Kind individuell zu fördern – genau da, wo es gerade steht. Ob es um das sichere Beherrschen der Grundrechenarten geht, um das flüssige Vorlesen oder das Verstehen eines schwierigen Themas aus dem Sachunterricht – in den Ferien kannst du mit Ruhe und Kreativität ansetzen.

Besonders hilfreich ist dabei die freie Zeiteinteilung. Dein Kind kann morgens lernen, wenn es fit ist, oder nachmittags, wenn die Motivation höher ist. Du kannst Lernphasen mit Ausflügen, Bewegung und Entspannung kombinieren – und so einen gesunden Rhythmus schaffen, der auch dem Familienleben guttut.

Zudem wirkt regelmäßiges, entspanntes Wiederholen in den Ferien wie ein Anker fürs Langzeitgedächtnis. Kinder vergessen oft einen Teil des Gelernten in der schulfreien Zeit. Wer spielerisch am Ball bleibt, startet sicherer und selbstbewusster in die nächste Unterrichtsphase.

Kurz gesagt: Lernen in den Ferien ist eine große Chance – wenn du es nicht als „Schule zu Hause“, sondern als bereichernden Teil des Familienalltags gestaltest.

In diesen Fächern kannst du in den Ferien wunderbar aufholen

Besonders gut eignet sich das Lernen in den Ferien in den Fächern Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen. In Mathematik geht es oft um Übung und Sicherheit in den Grundfertigkeiten – Rechnen, Brüche, Formeln anwenden. Diese Fähigkeiten lassen sich wunderbar in den Alltag integrieren, etwa beim Einkaufen („Wie viel kosten drei Äpfel à 1,20 €?“) oder beim Kochen („Wie viel Gramm Mehl brauche ich für die doppelte Menge?“).

Auch Deutsch lässt sich hervorragend spielerisch fördern. Lies gemeinsam mit deinem Kind ein spannendes Buch, besprecht die Handlung, überlegt, wie die Geschichte weitergehen könnte. So wird nicht nur das Textverständnis trainiert, sondern auch die Ausdrucksfähigkeit.

In Fremdsprachen bietet sich die Gelegenheit, Vokabeln auf kreative Weise zu wiederholen: durch Memoryspiele, Lieder, Filme im Originalton oder kleine Rollenspiele im Urlaub („Wie bestelle ich ein Eis auf Englisch?“). Der Vorteil: Sprache braucht Wiederholung – und Ferien geben den Raum dafür, ohne dass es sich wie Pauken anfühlt.

Diese Fächer profitieren besonders davon, dass sie sich leicht in den Alltag einbauen lassen – und genau das ist der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen in den Ferien.

In diesem Artikel bekommst du drei kreative und erprobte Ideen, wie ihr das Lernen in den Osterferien ganz entspannt und mit Spaß umsetzen könnt – zu Hause oder unterwegs.

1. Natur erleben: Entdeckertouren mit Lerneffekt

Ob im Wald, Park oder auf dem Weg zum Supermarkt – die Welt draußen ist voll von spannenden Lernmomenten. Und die Natur wird im Schulalltag oft unterschätzt.

So geht’s:

  • Natur-Bingo erstellen: Gemeinsam mit deinem Kind erstellt ihr eine Liste mit Dingen, die ihr draußen finden könnt: z. B. drei verschiedene Blätter, ein Vogelruf, eine bestimmte Blume. Wer zuerst fünf findet, gewinnt.
  • Wald-Wissen testen: Welche Baumarten kennt dein Kind? Welche Tiere leben im Boden? Mit einem Naturführer oder einer App wie „Flora Incognita“ wird aus dem Spaziergang eine kleine Expedition.
  • Storytelling unterwegs: Erfindet Geschichten zu dem, was ihr seht. Warum ist der Baum so krumm? Was denkt der Fuchs hinter dem Gebüsch? So trainiert ihr Sprache, Fantasie und Ausdruck.

Diese Idee verbindet Bewegung, Neugier und Wissen – ganz ohne Druck. So funktioniert lernen in den Ferien, wie Kinder es lieben.

2. Lernküche: Mathematik, Deutsch und Sachkunde beim Kochen

Kochen ist mehr als Essen zubereiten. Es ist ein echtes Lernfeld für Kinder – gerade in der Sekundarstufe I, wenn abstrakte Inhalte manchmal zu trocken wirken.

So geht’s:

  • Rezepte gemeinsam lesen (Deutschförderung)
  • Mengen umrechnen (Mathe, z. B. bei halben oder doppelten Portionen)
  • Zutaten schätzen und wiegen
  • Gesundheitsaspekte diskutieren (Sachkunde: Ernährung)

Tipp: Lasst euer Kind ein komplettes Menü planen. Das fördert logisches Denken, Eigenverantwortung und macht stolz!

3. Digitale Schatzsuche & Lern-Apps: Technik clever nutzen

Medien sind für viele Familien ein Reizthema – dabei können sie wunderbare Lernbegleiter sein. Besonders in den Ferien lohnt sich ein bewusster Einsatz von Lern-Apps und digitalen Spielen.

So geht’s:

  • Geocaching: Die moderne Schatzsuche per GPS. Fördert Orientierung, logisches Denken und Teamgeist. Perfekt für Familienabenteuer im Freien.
  • Sprachlern-Apps wie „Duolingo“ oder „LingQ“ machen Sprachenlernen spielerisch und motivierend.
  • Mathe-Games wie „King of Math“ oder „Anton“ trainieren Zahlenverständnis und Problemlösen – auf dem Sofa oder im Auto.

Achte darauf, dass die Bildschirmzeit im Rahmen bleibt – aber scheue dich nicht vor digitalen Helfern. Sie gehören zur Lebenswelt deines Kindes!

 Naturquiz: Wie gut kennst du Wald, Wiese und Wetter?

Anleitung: Beantworte die folgenden Fragen. Du kannst sie allein oder im Team lösen. Für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt!

  1. Welche dieser Pflanzen ist kein Baum?
    A) Eiche
    B) Buche
    C) Brennnessel
    D) Ahorn
    ➡️ Antwort: C) Brennnessel
  2. Was macht ein Regenwurm so wichtig für den Boden?
    A) Er frisst Pflanzen
    B) Er macht Löcher für Maulwürfe
    C) Er lockert den Boden und macht ihn fruchtbar
    ➡️ Antwort: C
  3. Welche dieser Tiere gehören zu den Insekten?
    A) Spinne
    B) Biene
    C) Frosch
    D) Ameise
    ➡️ Antwort: B und D
  4. Wie nennt man Pflanzen, die ihre Blätter im Winter verlieren?
    A) Immergrün
    B) Laubbäume
    C) Nadelbäume
    ➡️ Antwort: B
  5. Warum sind Blumen wichtig für Bienen?
    A) Sie bieten Schutz vor Regen
    B) Sie spenden Schatten
    C) Sie liefern Nektar und Pollen
    ➡️ Antwort: C
  6. Welche Jahreszeit beginnt nach dem Winter?
    A) Sommer
    B) Herbst
    C) Frühling
    ➡️ Antwort: C
  7. Was passiert bei der Photosynthese?
    A) Pflanzen essen Erde
    B) Pflanzen erzeugen Sauerstoff mit Licht
    C) Pflanzen trinken Regenwasser
    ➡️ Antwort: B

Auswertung:

  • 6–7 richtige Antworten: Du bist ein echter Naturprofi!
  • 4–5 richtige Antworten: Schon ganz schön gut – weiter so!
  • 0–3 richtige Antworten: Kein Problem – draußen wartet noch viel Spannendes auf dich!

Lernen in den Ferien geht überall

Lernen in den Ferien – Pro & Contra

ProContra
Lernlücken können gezielt geschlossen werdenKinder fühlen sich eventuell um ihre Freizeit betrogen
Wissen bleibt frisch – weniger „Lernlücken“ nach den FerienGefahr von Überforderung bei zu viel Programm
Spielerisches Lernen stärkt Motivation und SelbstvertrauenEltern müssen Zeit und Energie investieren
Flexible Gestaltung: Lernen ohne LeistungsdruckFreizeitstress, wenn zu viele Aktivitäten geplant werden
Gemeinsames Lernen kann die Eltern-Kind-Bindung stärkenSoziale Aktivitäten mit Freunden könnten zu kurz kommen
Vorbereitung auf Prüfungen ohne ZeitdruckFehlende Distanz zur Schule kann das Feriengefühl mindern

10 No-Gos beim Lernen in den Ferien

  1. Den gesamten Tagesablauf durchstrukturieren
    – Ferien brauchen Freiräume! Zu viel Planung nimmt Kindern das Gefühl von Freiheit.
  2. Lernen als Strafe einsetzen
    – „Wenn du nicht brav bist, musst du Mathematik machen!“ zerstört jede Motivation.
  3. Den Stoff wie im Schulunterricht durchziehen
    – Ferienlernen sollte spielerisch, kreativ und praxisnah sein – kein Ersatzunterricht.
  4. Druck aufbauen oder Noten androhen
    – „Du musst besser werden!“ erzeugt Stress. In den Ferien zählt Entspannung und freiwilliges Lernen.
  5. Zu lange Lernzeiten einplanen
    – Mehr als 30–45 Minuten am Stück überfordern. Lieber kurz, regelmäßig und mit Freude.
  6. Kein Mitspracherecht geben
    – Lass dein Kind mitentscheiden, was es lernen möchte – das fördert Eigenverantwortung.
  7. Keine Erfolgserlebnisse ermöglichen
    – Aufgaben sollten lösbar sein. Erfolg motiviert, Misserfolg frustriert.
  8. Digitale Medien nur als Ersatz-Lehrer sehen
    – Lern-Apps sind super, aber ohne elterliche Begleitung fehlt oft der pädagogische Wert.
  9. Freunde und soziale Aktivitäten vernachlässigen
    – Ferien sind auch wichtig für soziale Entwicklung. Lernen darf das nicht blockieren.
  10. Erholung komplett vergessen
    – Ein müdes, gestresstes Kind lernt nicht gut. Schlaf, Natur und Spaß sind genauso wichtig wie Lerninhalte.

So klappt das Lernen in den Ferien ganz spielerisch

Lernen in den Ferien muss kein Stressfaktor sein. Mit kleinen, klugen Ideen bleibt dein Kind geistig aktiv, entdeckt neue Seiten an sich selbst – und hat sogar Spaß dabei! Wichtig: Druck rausnehmen, Neugier fördern, gemeinsam erleben.

Weitere Tipps findest du auch in unserem Beitrag „In den Ferien lernen – Tipps für deinen Urlaub“ auf lernfoerderung.de – unbedingt reinschauen!

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