DYSKALKULIE · CHECK FÜR ELTERN

Dyskalkulie-Check: Was beobachtest du bei deinem Kind?

Dein Kind braucht sehr lange für Mathe, zählt immer wieder nach oder verwechselt Zahlen und Rechenzeichen? Mit diesem Check kannst du deine Beobachtungen zunächst einmal ordnen.

Dieser Dyskalkulie-Check ist kein diagnostischer Test.

Du kannst damit Auffälligkeiten sammeln und anschließend gezielter mit der Lehrkraft oder einer Fachstelle darüber sprechen. Aus der Anzahl der gesetzten Häkchen lässt sich nicht feststellen, ob dein Kind Dyskalkulie hat.

So benutzt du den Check

1 Beobachten Kreuze nur Punkte an, die du bei deinem Kind häufiger und nicht nur einmalig beobachtest.
2 Gesamtbild ansehen Schau nicht nur auf die Zahl der Häkchen, sondern darauf, in welchen Bereichen Probleme auftreten.
3 Besprechen Bei anhaltenden Schwierigkeiten kannst du deine Beobachtungen mit Lehrkraft und Fachleuten besprechen.

1. Zahlen und Mengen

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Grundlegendes Zahlverständnis Wie sicher verbindet dein Kind Zahlen und Mengen?

2. Zahlen lesen und schreiben

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Zahlaufbau und Stellenwerte Zehner, Einer und die Reihenfolge der Ziffern

3. Rechnen

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Rechenoperationen und Strategien Wie löst dein Kind eine Rechenaufgabe?

4. Größen, Zeit und Orientierung

1m
Mathematik im Alltag Größen und räumliche Beziehungen richtig einschätzen
Stopp: Bitte die Häkchen nicht einfach zusammenzählen.

5, 10 oder 15 angekreuzte Punkte ergeben keine Dyskalkulie-Diagnose. Wichtig ist, welche Schwierigkeiten auftreten, wie ausgeprägt sie sind, wie lange sie schon bestehen und wie sich dein Kind beim Rechnen tatsächlich verhält.

Was bedeuten die Häkchen?

Der Check soll dir helfen, ein Muster zu erkennen. Viel wichtiger als eine bestimmte Anzahl von Häkchen ist die Frage, ob sich grundlegende Schwierigkeiten durch verschiedene mathematische Bereiche ziehen.

Schau auf das Gesamtbild

Drei Fragen helfen dir dabei, deine Beobachtungen besser einzuordnen.

Wie lange schon? Bestehen die Schwierigkeiten nur vorübergehend oder bereits über einen längeren Zeitraum?
In welchen Bereichen? Betrifft es nur ein einzelnes Thema oder grundlegende Zahl- und Rechenvorstellungen?
Was bringt Übung? Entwickelt dein Kind neue Strategien oder beginnt es bei bekannten Aufgaben immer wieder von vorne?

Viele Punkte treffen zu – was nun?

1
Beispiele notieren Schreibe einige typische Aufgaben auf und notiere, wie dein Kind versucht hat, sie zu lösen.
2
Mit der Lehrkraft sprechen Frage, ob dieselben Schwierigkeiten auch im Mathematikunterricht beobachtet werden.
3
Fachliche Beratung suchen Wenn sich der Verdacht erhärtet, sollte geklärt werden, welche diagnostische Stelle vor Ort geeignet ist.
4
Dyskalkulie fachlich abklären lassen Erst eine professionelle Diagnostik kann klären, ob tatsächlich eine Rechenstörung vorliegt.

Wer kann weiterhelfen?

Die Angebote unterscheiden sich regional. Eltern können sich beispielsweise an folgende Stellen wenden oder dort nach einer geeigneten diagnostischen Anlaufstelle fragen:

SP
Schulpsychologischer Dienst Schulpsychologische Beratungsstellen sind eine wichtige Anlaufstelle bei schulischen Lernproblemen.
EB
Erziehungsberatungsstelle Beratungsstellen können Familien unterstützen und über geeignete Möglichkeiten der Diagnostik informieren.
Ψ
Psychologische Fachpraxis Frage vorher nach, ob dort Diagnostik von Rechenstörungen bei Kindern angeboten wird.
KA
Kinder- und jugendmedizinische Fachstelle Auch ärztliche beziehungsweise spezialisierte kinder- und jugendpsychiatrische Stellen können je nach Fragestellung einbezogen werden.

Ein professioneller Test schaut genauer hin

Ein Dyskalkulie-Test ist mehr als eine Checkliste.

Standardisierte Testverfahren untersuchen mathematische Leistungen und Teilbereiche wesentlich genauer. Auf deiner Seite zu den Testverfahren stellst du beispielsweise Verfahren vor, die Mengen und Zahlen, Zahlenraum, Addition und Subtraktion, Zahlzerlegung, Kopfrechnen, Zahlenlesen, Zahlenvergleich, Zahlenstrahl oder Textaufgaben untersuchen.

Testverfahren bei Dyskalkulie ansehen →
Dyskalkulie-Check: Das Wichtigste

Die Häkchen zeigen dir, wo dein Kind Schwierigkeiten hat. Sie sagen dir nicht, ob dein Kind Dyskalkulie hat. Dafür braucht es eine fachliche Diagnostik.

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